Liebe Kölnerinnen und Kölner,
bei der Landtagswahl am 9.5.2010 haben die Menschen erstmalig zwei Stimmen. Mit der Zweitstimme wählt man die Partei seiner Wahl und mit der Erststimme die Person, der man am ehesten zutraut, gute Politik für Köln in Düsseldorf zu machen.
Nach den sensationellen Ergebnissen der Grünen bei der Kommunalwahl im letzten August (in Gesamtköln über 20%), haben wir erstmalig gute Chancen, einen Landtagswahlkreis direkt zu gewinnen - erstmalig in größten Bundesland Deutschlands.
Dafür trete ich im Kölner Süden an (Wahlkreis 13 / Köln I - siehe Grafik) und bitte um Ihre Stimme und Ihr Vertrauen.
In Düsseldorf, aber auch in Berlin und in Brüssel, werden mehr Rahmenbedingungen geschaffen und Entscheidungen getroffen, die uns hier in Köln unmittelbar betreffen, als wir glauben.
Köln braucht eine starke Stimme in Düsseldorf.
Es ist wichtig, dass erfahrene Kommunalpolitiker im Landtag die Nöte und Interessen der Kommunen in die Debatte einbringen.
Im Landtag wird die Verteilung der öffentlichen Finanzen vorgenommen, wird z.B. entschieden, wie viel Geld die Kultureinrichtungen bekommen. Köln verfügt über einige nationale und internationale Kultureinrichtungen, die einzigartig in Nordrheinwestfalen sind. Trotzdem lässt Rüttgers Köln im Regen stehen. Kein anderes Bundesland zahlt z.B.so geringe Zuschüsse an Theater wie NRW.
Auch der Ausbau der Ganztagsschulen und die Umsetzung des Rechtsanspruches auf die Betreuung der Unterdreijährigen in den Kindertagesstätten leiden unter einer chronischen Unterfinanzierung durch das Land. Schwarz-gelb in Düsseldorf verharrt in ideologischen Gräben und verhindert, dass der Elternwille nach mehr Gesamtschulplätzen umgesetzt wird.
65000 Studierende in Köln, als größter Universitätsstadt des Landes, fordern eine verbesserte, demokratischere Hochschulpolitik und eine Abschaffung der Studiengebühren. Studierende sind keine Versuchskaninchen. Wir müssen eine echte Reform der Hochschulpolitik mit Beteiligung der Betroffenen einleiten.
In Düsseldorf fallen die Würfel für eine Energiewende. Noch immer setzt die derzeitige Landesregierung auf Kohle als Energieträger. Kein Bundesland verfügt über eine vergleichbar schlechte CO2-Bilanz.
Mittel für den Städtebau müssen endlich auch verstärkt in den Aufbau bzw. Umbau von innerstädtischen Problemlagen in Westdeutschland fließen. Solidarpakte dürfen nicht nach Himmelsrichtungen, sondern müssen nach Bedarf ausgerichtet werden.
Kein Bundesland setzt so viele Schikanen und Einschränkungen für direkte demokratische Bürgerbeteiligung fest, wie NRW. Das muss ein neuer Landtag ändern.
Sie haben es in der Hand, einen Politikwechsel herbeizuführen. Die Chancen stehen gut.
Wählen Sie mit Erst- und Zweitstimme grün.
Ihre
Barbara Moritz

Fakten der Woche
Gleiche Löhne für Männer und Frauen. Die EU plant Strafgelder für Unternehmen, die Frauen für die gleiche Arbeit weniger bezahlen.